| >> Themenkomplex: Situation in einzelnen Betrieben |
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Zur Situation bei ambulante Dienste e.V. Berlin Ambulante Dienste e.V. ist ein „alternativer“ Assistenz- und Pflegeanbieter für Behinderte; ein gemeinnütziger Verein in Berlin, der mit über 570 Angestellten zu einem der größten Assistenzanbieter für Behinderte in Deutschland gehört. Hier arbeiten zu 90 % ungelernte Assistenz- und Pflegekräfte: StudentInnen, Hausfrauen, MigrantInnen, ÜberlebenskünstlerInnen, WissensarbeiterInnen, Kulturschaffende und viele andere, denen ihre ursprüngliche Ausbildung oder ihre Überzeugungstätigkeit kein oder kein ausreichendes Einkommen verschafft. Anhaltende Reallohnverluste von fast 20% seit dem Jahr 2000, der Versuch einer Massenänderungskündigung 2007, eine erste Lohnabsenkung um ca. 10% für alle Neuanstellungen ab 2007 und eine weitere von ca. 20% zu Anfang des Jahres 2008 haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Seitdem mobilisieren Betriebsrat und eine von Beschäftigten gegründete Aktionsgruppe die Belegschaft, werden Protestaktionen und Veranstaltungen organisiert und verschiedene Prozesse vor dem Arbeitsgericht ausgetragen. Linker Verein wird Pflegefall
Felix Lee, taz 27.2.2008 http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/linker-verein-wird-pflegefall/?src=TE&cHash=c287c4b89 Rebellion der Assistenten: Beschäftigte von »ambulante dienste e.V.« besetzen ihre Geschäftsstelle in Kreuzberg
Jörg Meyer / Neues Deutschland 30.4.2008 http://www.fau.org/syndikate/gesundheit/art_080508-144855 Audiobeitrag zur Situation bei ambulante dienste e.V., Inforadio Berlin Jan. 09
>> mp3 File Zurück zu den Wurzeln! - Verein für Behindertenselbsthilfe operiert zunehmend unternehmerisch. Der Unmut unter den Beschäftigten wächst.
Robert Ortmann, Direkte Aktion #188 (Juli/August 2008) http://www.fau.org/syndikate/gesundheit/art_081008-111957 Zur Situation bei der Lebenshilfe Berlin / Bremen Gewerkschaften fordern Verträge: Die Beschäftigten der Lebenshilfe haben gestern zum ersten Mal die Arbeit niedergelegt
Stefan Otto, Neues Deutschland vom 10.10.2008 „Bei der Lebenshilfe wird gestreikt, das gab es in Berlin noch nie. Vielleicht haben die Beschäftigten einen Helferkomplex und befürchten, dass die Behinderten die Leidtragenden eines Tarifkonfliktes werden, mutmaßt Michael Spuhler von ver.di. Bevor der Gewerkschafter vor 15 Jahren zum Erzieher umgeschulte, hatte er in der Metallverarbeitung als Dreher gearbeitet. Bei der IG Metall seien Lohnforderungen normal, nicht aber bei einer gemeinnützigen Einrichtung wie der Lebenshilfe, wundert er sich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di wollen die Lebenshilfe mit dem Warnstreik an den Verhandlungstisch zwingen, weil die Vereinbarung mit dem Betriebsrat vor einer Einigungsstelle aus dem September unbefriedigend sei, sagt Andreas Kraft von der GEW. Das dort beschlossene neue Lohnsystem wollen die Gewerkschaften nicht mittragen. Denn nur Beschäftigte, die ab 2003 eingestellt wurden und ein Fünftel weniger verdienen, sollen maximal neun Prozent mehr Lohn bekommen. »Ab Januar 2009 will die Lebenshilfe 525 000 Euro mehr an Lohnkosten ausgeben«, erklärt GEW-Sprecher Hartmut Lau. Eine »demokratische Unternehmenskultur« sehe jedoch anders aus, meinen die Gewerkschaften…“ http://www.neues-deutschland.de/artikel/136939.gewerkschaften-fordern-vertraege.htm Neues Label, halber Lohn
Christian Jakob, taz-Bremen16.07.2008 „Wenn man Nachtwachen in "Nachtbereitschaften" umbenennt, muss man ihnen nur noch einen Bruchteil des Gehalts zahlen. So will die "Lebenshilfe" mit den Kürzungen des Senats fertig werden. Halber Lohn bei gleicher Arbeitszeit - dies droht den Nachtwachen der Behinderten-WGs der "Lebenshilfe". Eine entsprechende "Änderungskündigung" wird von der Geschäftsführung vorbereitet. Die Nachwächter werden dabei als Einzige zur Ader gelassen. Von Kürzungen beim Lohn der anderen Beschäftigten ist bei der Lebenshilfe - zumindest derzeit - nicht die Rede…“ http://www.taz.de/regional/nord/bremen/artikel/?dig=2008%2F07%2F16%2Fa0193&cHash=e34b3dc538 Sonstiges zu Arbeitskämpfen im Gesundheits- und Pflegebereich Kämpfe gegen die Gesundheitsfabrik – Interview über die 70er Jahren
wildcat 46 1988/89 Ein interessantes Interview mit einer Kölner Krankenschwester, die über Arbeitskämpfe und unabhängige Organisationsformen in den 70er Jahren berichtet. http://www.wildcat-www.de/wildcat/46/w46gesun.htm Arbeitskampf extrem: Tausende Krankenschwestern drohen mit Massenkündigungen
André Anwar, Spiegel online 29.10.200 Hintergrundartikel zum Arbeitskampf von finnischen Krankenschwestern http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,513592,00.html Krankenschwestern drohen mit Massenkündigungen
Artikelsammlung auf labournet zum Arbeitskampf der finnischen Krankenschwestern http://www.labournet.de/internationales/fi/index.html
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