| >> Themenkomplex: Persönliches Budget / Arbeitgebermodell |
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Leider gibt es bislang keine Auseinandersetzungen mit dem „persönlichen Budget“ aus Sicht der in diesem Modell Beschäftigten. Das so genannte Arbeitgebermodell, in dem der/die Behinderte ein eigenes persönliches Budget erhält, die es ihm/ihr ermöglichen seine Assistenzkräfte selber anzustellen (oder mit dem er/sie entsprechende Dienstleistungen bei Pflegedienstanbietern einkaufen kann), soll dem / der Behinderten mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Darüber hinaus ist die Einführung dieses Modells mit der Vorstellung verbunden, langfristig erhebliche Kosten einsparen zu können. Es steht zu befürchten, dass sich dies nicht nur auf etwaige Verwaltungsausgaben, sondern auch auf die Lohnhöhe auswirken wird. Darüber hinaus erhöht die direkte Anstellung bei dem jeweiligen Behinderten, die Abhängigkeit des dort tätigen Assistenten. In einem höchst komplexen und intimen Arbeitsverhältnis, das vielfach durch besondere persönliche Konflikte, Eigenheiten und Grenzüberschreitungen von beiden Seiten geprägt sein kann, bedeutet die direkte Anstellung bei dem jeweiligen Behinderten eine drastische Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Im Gegensatz hierzu würden in denkbaren Assistenzgenossenschaftsmodellen, in denen der Assistent bei der Genossenschaft angestellt ist, und der jeweilige Behinderte aus dem Pool der dort Angestellten sein Team zusammen sucht (und in diesem Rahmen natürlich das Recht hat, selbstbestimmt zu entscheiden wer bei ihm arbeitet), diese Abhängigkeiten reduziert. Auch wenn es in einem Einsatz zu einem Konflikt kommt, würde der Arbeitnehmer nicht direkt seinen job verlieren, sondern vielleicht in einem anderen Einsatz der Genossenschaft beschäftigt werden können. Darüber hinaus ermöglichen nur solche übergeordneten Vereins- oder Genossenschaftsmodelle, die Etablierung von Fortbildungen und Supervisionen sowie die Einrichtungen von Betriebsräten oder anderen Interessensvertretungen der Arbeitnehmer. Persönliches Budget jetzt Regelleistung
Interview mit Elke Bartz, Vorsitzende des Forums selbstbestimmte Assistenz (ForseA e.V.), 1.1.2008 „...es kann nicht geleugnet werden, dass einige Kostenträger im Budget die Möglichkeit sehen, Kosten zu reduzieren. Das ist ja auch dann nichts Verwerfliches, wenn an der Verwaltung und nicht an den originären Leistungen gespart wird. Wenn Sozialhilfeträger, wie zum Beispiel die Sozialagentur Halle, versuchen, die Kosten zu senken, indem sie beispielsweise für Persönliche Assistenz einen Stundensatz von 6.55 Euro brutto bewilligen wollen, kann das natürlich nicht hingenommen werden.“ http://www.kobinet-nachrichten.de/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,16999/ticket,g_a_s_t Das Persönliche Budget – Beitrag auf der ASL-Tagung
Martin Seidler, 21.9.2007 Eine kritische Auseinandersetzung www.martinseidler.de/referat_21092007.doc Textsammlung zum persönlichen Budget
http://www.forsea.de/projekte/persoenliches_budget.shtml Das persönliche Budget – Erfahrungen aus dem benachbarten Ausland
Mathias Westecker www.behindertenbeauftragter-niedersachsen.de/behindertenpolitik_bblni/pics/persoenliches-budget.pdf
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